Die toxischen Stoffwechselprodukte des Körpers lassen sich grob in drei Gruppen einteilen
- wasserlöslich
- fettlöslichflüchtig.
- Flüchtige Substanzen
Flüchtige Substanzen wie Kohlendioxid werden leicht über die Lunge ausgeschieden. Wasserlösliche Toxine kann der Körper über Nieren, Schweiß und andere Sekrete ausscheiden.
Fettlösliche Toxine hingegen lassen sich nur schwer entfernen; die Leber übernimmt hier lediglich eine begrenzte Rolle. Daher sammeln sich diese Substanzen oft im Körper an. Aus der modernen Medizin ist bekannt, dass Moleküle entlang eines Konzentrationsgefälles von Bereichen hoher zu Bereichen niedriger Konzentration diffundieren, wenn eine permeable Membran sie trennt.
Diffusion ist dabei ein temperaturabhängiger Prozess: Mit steigender Temperatur nimmt die kinetische Energie der Moleküle zu, und gleichzeitig werden osmotischer Druck und Permeabilität der Zellmembranen verbessert. Dieses Prinzip macht sich die Panchakarma Therapie zunutze:
Durch die Einnahme oder äußerliche Anwendung von Ghee (oder Ölen) entsteht ein „Lösungsmittel“ für diese fettlösliche Toxine. Diese wandern osmotisch in das Ghee hinein, das die Giftstoffe aufnimmt. Anschließend werden sie durch begleitende Ausleitungsverfahren wie Schwitzen, Abführen oder Nasya effektiv aus dem Körper transportiert.
Haut und Schleimhäute bieten zusätzlich hervorragende Möglichkeiten für den Austausch von Molekülen. Während die Haut eines Erwachsenen eine Fläche von weniger als 2 Quadratmetern aufweist, erstreckt sich der Verdauungstrakt über mehrere Meter und ist von einer hochdurchlässigen Schleimhaut ausgekleidet. Durch die zahlreichen Falten sowie Zotten und Mikrozotten vergrößert sich die Austauschfläche des Darms enorm – auf die Fläche eines Tennisplatzes.